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3. Grundschule Die SPD will die Grundschule als Basis einer Schule des Förderns und For-derns erhalten und weiterentwickeln. 3.1 Veränderter Unterricht Erfahrungsstand, Anstrengungsbereitschaft, Leistungsvermögen und auch die häusliche Unterstützung der Kinder sind sehr unterschiedlich. Die Ver-schiedenheit der Kinder muss in der Grundschule als Chance genutzt wer-den, damit Gewinne für alle erzielt werden können. Im Mittelpunkt stehen das individuelle Fördern und Fordern und das gemeinsame Lernen der Kin-der. Das gezielte Fördern und Fordern wird durch fächer- und jahrgangs-übergreifenden Unterricht und vermehrte Projektarbeit erreicht. Weder an dem starren 45-minütigen Unterricht noch am Frontalunterricht soll dabei in der bisherigen Form festgehalten werden. Einen Teil des Unterrichts erarbeitet sich das Kind in seinem individuellen Tempo in einer Kleingruppe unterschiedlich begabter und gebildeter Schüler. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch hat dabei einen hohen Stellenwert. Der andere Teil ist gemeinsamer Unterricht. Er dient neben der Vermittlung von Wissen auch dem Miteinander der Kinder über das gegenseitige Helfen im Team hinaus und fördert ihre Sozialkompetenz. Realisiert wird der gemeinsame Unterricht vor allem in Form von Projekten. Das können kleine Projekte zu Sachthemen sein oder große Projekte im künstlerischen Bereich, im Sport oder Schülerbegegnungen im internationalen und nationalen Austausch. Mit einem individuellen Förderplan sollen Lernfortschritte, aber auch Mängel und Probleme dokumentiert und nachvollziehbar werden. Dieser Förderplan soll von den unterrichtenden Lehrkräften mit Diagnose- und Beratungskompetenz erstellt werden. Die Leistungsbeurteilung bemisst sich nach dem Lernfortschritt des einzelnen Kindes. Das Pädagogenteam ist verantwortlich für den Lernprozess des Kindes und bleibt die Grundschulzeit über für die gleiche Lerngruppe zuständig. Zensuren sind hierdurch nicht mehr nötig. Auf Basis des Förderplans können dann in Zusammenarbeit mit Eltern, Schülerin oder Schüler, Lehrkräften und weiteren Experten Maßnahmen bespro-chen und in die Wege geleitet werden, die zur positiven Entwicklung des Kindes führen. Wir werden die Kriterien für die Klassenbildung so ändern, dass durch-schnittlich 24 Kinder in einer Lerngruppe sind. Die für diese altersgemischte Lerngruppe verantwortlichen Pädagoginnen und Pädagogen organisieren im Team den Lernprozess, beraten das Kind sowie die Eltern und organisieren bei Bedarf Unterstützung durch Personen mit anderen Fachkompetenzen (z. B. in der Psychomotorik, der Erziehungsberatung, bei spezieller Talentförderung oder bei vorhandenen Defiziten). Jedes Kind erhält so viel Unterstützung, dass es durch angemessene Anstrengungen motiviert wird, sich den Unterrichtsstoff zu erarbeiten und mit Erfolg, Anerkennung und gestärktem Selbstvertrauen belohnt wird. Die Grundschulen sollen in Abstimmung mit den Eltern und den Schul-trägern die Möglichkeit haben, sich zu Ganztagsschulen zu entwickeln. Bis 2018 streben wir ein flächendeckendes Netz an. Es soll eine intensive Zu-sammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen erfolgen. Die Schule öff-net sich für eine Kooperation mit Eltern, Kindergärten, Horten, benachbarten Schulen aber auch gegenüber Sportvereinen, Kirchen und anderen Institutionen in der Kommune. Musische Fächer und Sport sollen sehr viel intensiver für die Entwicklung der Kinder genutzt werden. Durch eine bessere finanzielle Ausstattung der Grundschulen sollen ver-mehrte Elternberatung, Einschulungssprachlehrgänge für ausländische Kin-der und deren Eltern, Hausbesuche der Lehrkräfte in den Familien u. a. durchgeführt werden. Die Einbeziehung der Eltern wird dabei verbessert, um die Lernsituation und die Fördermöglichkeiten miteinander abzustimmen und so zu optimieren. Die Fortbildung des Lehrer/-innenteams wird u. a. in der Schule vor Ort und durch vermehrte Zusammenarbeit mit weiteren Schulen der Region organi-siert. Die Grundschulen verfügen über ausreichende personelle, sächliche und räumliche Ausstattung und somit über ein hohes Maß an Selbstständig-keit in ihren Entscheidungen. 3.2 Veränderte Schulorganisation Die Grundschule ist der Einstieg in die Gemeinsamen Schule. Sie soll wohnortnah vorgehalten werden. Am Beginn der schulischen Laufbahn steht die flexible Eingangsstufe der Grundschule. Die beiden ersten Jahrgänge können von den Kindern je nach ihrer individuellen Befähigung in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen werden. Danach folgen die Jahrgänge drei und vier. Das Modell der Selbstständigen Schule" wird auch im Grundschulbereich umgesetzt. Im Anschluss an die Grundschule wechseln die Schülerinnen und Schüler in die Sekundarstufe I. Sie umfasst die Jahrgänge 5 bis 10.

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